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Blutdruckmessung

Vor allem bei der Katze ist Bluthochdruck ein immer häufiger auftretendes Problem. Er spielt u. a. im Zusammenhang mit Schilddrüsen- und Nierenerkrankungen eine große Rolle. Es ist davon auszugehen, dass jede diagnostizierte und abgesicherte Hypertension in einer Erkrankung, akutem Schmerz oder Übergewicht begründet liegt.

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Folgende Erkrankungen werden als mögliche Ursachen für eine Hypertonie diskutiert:

  • Erkrankungen der Nieren (ca. 90 Prozent - fast jedes Tier ist betroffen!)
  • Erkrankungen des Herzens
  • Schilddrüsenüberfunktion (ca. 90 Prozent - fast jedes Tier ist betroffen!)
  • Diabetes mellitus  (ca. 50 Prozent - fast jedes zweite Tier ist betroffen!)
  • Anämie (Blutarmut)
  • Neurologische Veränderungen
  • Übergewicht
  • Überfunktion der Nebenniere (Morbus Cushing) (ca. 90% - fast jedes Tier ist betroffen!)
  • (Akromegalie, Phäochromozytom)

 

Besonders gefährdet durch hohen Blutdruck sind das zentrale Nervensystem (ZNS), Niere, Auge und Herz.

 

Wenn Symptome auftreten, sind diese häufig allgemeiner Natur:

  • Anstoßen an Gegenstände, unsicherer Gang usw. als Hinweis auf Blindheit
  • Ständiges Lautgeben (v.a. Miauen bei Katzen) - die Tiere haben Kopfschmerzen
  • Ungewöhnlich ruhige Tiere, erhöhtes Schlafbedürfnis, desinteressiert
  • Blutungen in die vordere Augenkammer „Rotes Auge“, Netzhautablösungen
  • Anfälle, Krämpfe, Taumeln, Zuckungen
  • Große, weite Pupillen auch im hellen Raum
  • Tiere trinken viel und setzen viel Harn ab
  • Haut- und Fellveränderungen
  • Abmagerung trotz guter Futteraufnahme

 

Kann eine schnelle Behandlung das Augenlicht retten?

Plötzliches Erblinden ist immer eine akute Notfallsituation und sollte sofort dem Tierarzt/der Tierärztin vorgestellt werden. Eine sofortige schnelle Blutdrucksenkung kann eventuell das Sehvermögen wiederherstellen. In über 90 Prozent der Fälle ist nämlich Bluthochdruck die Ursache.

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Bei der indirekten Blutdruckmessung wird - wie beim Menschen - mit Hilfe einer aufblasbaren Druckmanschette der Blutfluss kurzfristig unterbunden. Beim Ablassen des Manschettendrucks wird das Wiedereinsetzen des arteriellen Blutflusses auf verschiedene Weisen wahrnehmbar gemacht.

Experten empfehlen zur rechtzeitigen Erkennung von Frühstadien und damit zur Vermeidung späterer Organschäden, die Messung des Blutdrucks bei allen Katzen, die an den entsprechenden Krankheiten leiden und routinemäßig bei älteren Katzen (ab einem Alter von sieben Jahren) durchzuführen. Bei älteren Katzen sollte grundsätzlich neben der Blutdruckmessung eine gründliche Herz- und Augenuntersuchung zur Routine gehören. Wünschenswert wäre eine jährliche Blutdruckmessung aller Katzen zur Ermittlung des Individuellen Blutdruckes (wie es in der Humanmedizin gang und gebe ist).

 

Kann ein zu hoher Blutdruck behandelt werden?

JA! Bei Katzen mit erhöhtem Blutdruck sollte eine geeignete Therapie eingeleitet und der Blutdruck regelmäßig überwacht werden.

Oft genügt die Behandlung der dafür verantwortlichen Krankheit. Manche der verwendeten Medikamente führt zur Blutdrucksenkung. Übergewichtige Tiere sollten dringend Gewicht abnehmen. Bei schwerem Bluthochdruck sind spezielle Medikamente zusätzlich nötig. Nierenkranke Tiere sollten salzarm ernährt werden, da es hilft, den Blutdruck zu senken. Generell sind spezielle Futtermittel, die für die diagnostizierte Krankheit entwickelt wurden, zu empfehlen.