In den vergangenen Jahren hatten wir unzählige toter Schafe zu verzeichnen. Die gute Nachricht: Man kann gegen die Blauzungenkrankheit impfen. 

Übertragen wird die Viruskrankheit durch bestimmte Mücken. Die Gnitze nimmt das im Blut eines infizierten Tieres zirkulierende Virus während des Saugaktes auf. Nach einem Vermehrungszyklus im Insekt, bei dem das Virus auch in die Speicheldrüse gelangt, überträgt es dieses beim nächsten Saugen auf ein anderes Tier. Die Krankheit befällt alle Wiederkäuer, besonders gefährdet bzw. anfällig sind Schafe. Rinder gelten als „Reservoirwirte“, das heisst, sie sind infiziert, übertragen das Virus, erkranken selbst aber selten.

Symptome

Nach einer Inkubationszeit von bis zu zwei Wochen kommt es zu Fieber und Rötungen der Kopfschleimhäute. Weiterhin treten Ödeme/Schwellungen an Lippen, Augenlidern und Ohren sowie blaurote Färbung im Maulbereich und vor allem an der Zunge auf. In der Folge entwickeln sich in diesen Bereichen Schleimhauterosionen und -geschwüre. Häufig kommt es auch zu schaumigem Speichelfluss, Nasenausfluss (eventuell eitrig) sowie Atembeschwerden. Entzündungen am Klauensaum sowie in den Skelettmuskeln führen zu Lahmheiten. Bei tragenden Tieren kommt es mitunter zu Aborten oder zur Geburt missgebildeter Lämmer.

Impfung und Prophylaxe

Als Prophylaxe dient Insektenbekämpfung, den besten Schutz bietet die Impfung. Leider ist der Impfstoff nur noch von einer Firma erhältlich und auch bei dieser ist die Menge begrenzt.

Weiten Teile Hessens – unter anderem auch der Wetteraukreis – gelten als Sperrbezirke. Das bedeutet, dass Schafe nur unter bestimmten Bedingungen transportiert bzw. verbracht werden dürfen.

Wer Interesse hat, kann sich gerne bei uns zur #Impfung anmelden! Tel. 06033-5367 💉 (während der Sprechzeiten👨‍⚕️)